Willkommen

 

 

Ich freue mich, das Du den Weg auf meine Internet-Wiese gefunden hast. Hier gibt es ganz viele Kräuter & Düfte, die Dich dazu einladen, die spielerische Fülle & Kreativität kennenzulernen.

*Sinn * Sinne * Sinnlichkeit*

Da spricht das 4-stellige Wörtchen SINN.

Den Sinn in der Natur zu finden, die Sinne bewusst wahrzunehmen und dabei auch Sinnliches zu empfinden….ja, Natur als etwas grundsätzlich Sinnliches zu begreifen, das ist mir ein Anliegen.

Das spricht mir aus dem Herzen.

Es gibt sooo viel in der Natur und in der Pflanzenwelt, was das Auge verschönert, die Nase betört, die Geschmacksknospen verfeinert, auch die Ruhe und natürlichen Geräuche abseits der Zivilisation fühlen sich nach Erholung und einer Wohltat für Körper * Geist * Seele an.

So ist ein Wortspiel entstanden.

 

Meine Sichtweise und das Erfühlen der einzelnen Pflanzen könnt Ihr in vielfältigen Beiträgen auf dieser “Internetwiese” finden.

Ich schreibe gerne Phantasiereisen v.a. zu der Symbolik der einzelnen Jahreszeiten und runde diese gerne durch meine gesprochenen Worte ab. Es gibt immer wieder Audio Dateien, die Ihr Euch zur Entspannung und für das allgemeine Wohlbefinden anhören könnt. Auch für die Gemeinschaft, auf Seminaren, Workshops oder z.B. bei Jahreskreisfesten biete ich meine meditativen Geschichten an.

Ein hochwertiges Räuchersortiment ist ebenso entstanden. Ich verarbeite v.a. die Pflanzen & Harze zu Kräuterpulvern, um sehr feine und effektive Nuancen entstehen zu lassen. Auch in den Kräuterpulvern bekommen die Jahreszeiten und andere Themen ihre Berechtigung.

Räucherpralinen in natürlichen kunstvollen Verpackungen gehören zu den “I-Tüpfelchen” meine Sortiments. So können hochwertige Räuchersubstanzen in kleinen Mengen effektiv & genussvoll verräuchert werden.

Weiteres Kunsthandwerk den Pflanzen zuliebe ist entstanden, v.a. in meinem derzeitigen Konzept, kleine Handpuppen herzustellen, die mich an Pflanzenwesen oder an kleine Elfenladies erinnern. Sie sind oftmals mit getrockneten Blüten, usw. verziert. Ganz besondere ” Zuckerpuppen” oder Puppies, wie ich sie auch gerne nenne:-).

Immer öfter habe ich die Möglichkeit, diese auf regionalen kleinen und feinen Märkten anzubieten.

Die Vielfalt, die ich in den Pflanzen, v.a. in den Wildkräutern und auch in den ätherischen Ölen z.B. entdecken will, könnt Ihr in meiner Galerie erkunden. Ich liebe die Salben- und Cremeherstellung, sowie das Ausprobieren in der geschmackvollen Küche. Ich liebe Natur in der Kunst und v.a. die Natur im Duft – beim Riechen – in der Nase.

***Welcome****

Viel Freude beim Schnuppern!

Scharbockskraut

Da diesen Monat die Veranstaltung – die Pflanze des Monats – im Kräutercafé nicht stattfinden kann, stellen wir Euch diesen Monat das schriftlich verfasste Konzept zur Verfügung.

Das Scharbockskraut taucht meist als Grünteppich im frühzeitigen Frühling auf feuchten Wiesen, in Laubwäldern und Gebüschen auf. Die Blätter sehen aus wie viele kleine Herzen. Des weiteren verwandelt sich das satte Grün zu einem Teppich mit gelben Farbtupfern, den Blüten der Pflanze. Die Blüten sehen aus wie viele kleine Sterne.

Das Scharbockskraut erhielt seinen Namen aufgrund einer Vitamin C Mangel Erscheinung, dem Skorbut (früher Scharbock) . Damals, im Mittelalter war dies eine gefürchtete Erkrankung, meist durch den kalten Winter ausgelöst. Somit wurde früher das Wildkraut bei Mangelerscheinungen wie Erschöpfung, Symptomen wie Zahnfleischbluten, Muskelschwund bis hin zu einem tödlichen Verlauf durch Herzschwäche möglich, eingesetzt. Auch Reisende nahmen das sehr vitaminhaltige getrocknete Grün als Proviant mit, weil nicht wie heute, ein reichhaltiges Angebot an Obst und Gemüse vorhanden war. Auch für die Seefahrer war der Skorbut gefährlich.

Ein weiteres Synonym für Scharbockskraut ist Feigwurz und bezieht sich auf die Signatur der Pflanze, der Behandlung bei Feigwarzen, da die kleinen Knöllchen, die an der Pflanze entstehen, an die Warzen erinnerte. Dieser scharfe Saft der Wurzelknöllchen kann tatsächlich bei Warzen eingesetzt werden und sie können weggeätzt werden.

Im Lateinischen heißt das Scharbockskraut Ficaria Verna. Ficaria=Feige, verna=Frühling. Andere Namen für das Scharbockskraut sind Bodenglitzerli, Butterblume, Goldblümchen, Feigwurzel, Pfaffenhödlein, Rammelhödlein, Schmalzblätter, Sternli, Pfennigssalat, Frühlingssalat

In der klassischen Heilkunde wird das Wildkraut heutzutage kaum noch eingesetzt.

Für alle Wildkräuterliebhaber und auch den Insekten ist das Scharbockskraut eine 1. Frühlingswonne. Die Faustregel für uns Menschen ist: sobald das zarte Grün der herzförmigen Blätter erscheint, beginnt wohldosiert die Erntezeit, um so mehr gelbe Blüten erscheinen, desto ungeniessbarer wird das Kraut. Auch die zunehmende Entstehung der Brutknöllchen ist ein Indiz, das Kraut nicht mehr zu verwenden. Ausschlaggebend ist ein Stoff, der leicht giftig ist und Magen-Darmreizungen verursachen kann. Durch die gelbe Blüte und die Knöllchen entsteht in der Pflanze ein Stoff, der Protoanemonin genannt wird. In der Familie der Hahnenfußgewächse beheimatet enthalten all diese Pflanzen diesen Stoff. Es gibt eine Orientierung, die besagt, „esse am Tag bis zu einer handvoll Blätter – ca. 10 Blätter Scharbockskraut“ – nicht mehr! Andere Pflanzen aus der Familie wie z.B. ganz trivial “die Butterblume” bzw. der Hahnenfuss sind grundsätzlich ungenießbar.

Protoanemonin als giftiges Alkaloid löst Schleimhautreizungen aus. Medizinisch wird dieser Stoff vor allem in der Homöopathie eingesetzt, wie z. B. in der gewöhnlichen Küchenschelle findet das Protoanemonin Verwendung bei Erkältungen u.a.

Beim Trocknen des Scharbockskraut wird Protoanemonin zu Anemonin, welches dann ungiftig ist.

Scharbockskraut gehört zu der Familie der Hahnenfußgewächse, obwohl dies in einigen Quellen mittlerweile umstritten wird. Wir können uns dennoch abspeichern, das die Hahnenfussgewächse giftig sind, auch für Tiere, wobei das Scharbockskraut eine kleine feine Ausnahme darstellt. Einer der giftigsten Pflanzen Europas, der Eisenhut, ist ebenfalls in dieser Pflanzenfamilie beheimatet.

Die Giftigkeit von Scharbockskraut ab der Blüte darf nicht überbewertet und genauso nicht in Vergessenheit geraten.

Das Scharbockskraut hat seine Hoch-Zeit von März meist bis in den Mai hinein. Dann zieht sich das Pflänzchen in der Natur optisch wieder zurück und wartet im Folgejahren wieder auf seinen Auftritt im zeitigen Frühjahr.

Das Scharbockskraut vermehrt sich durch Bestäubung der Insekten und durch kleine Knollen, die es nach der Blüte an den Blattachseln bildet-den Brutknöllchen. Größe und Form dieser Brutknöllchen erinnern an Getreidekörner. Sie entwickeln sich des Weiteren zu den stärkehaltigen Wurzelknöllchen in Form von Rhizomen, aus denen im nächsten Jahr neue Pflanzen treiben. Diese Brutknöllchen oder Brutknospen genannt und auch die Wurzelknöllchen wurden in schlechten Zeiten ebenfalls als Nahrung verwendet. Sie können in kleinen Mengen auch im Mai und Juni noch gesammelt werden, müssen unbedingt getrocknet werden.

Das Scharbockskraut wächst primär in Nord- und Mitteleuropa. Es kommt auch in Kleinasien und Nordafrika vor.

Verwechslungsgefahr besteht mit dem Haselwurz, der giftig ist, auch mit dem Gundermann, wobei das sehr unbedeutsam ist, da der Gundermann ebenso ein Feinschmecker-Wildkraut ist. Die Haselwurz ist allerdings dunkelgrün, viel härter und dicker und sie wachsen an einem behaarten Stil. Zerreibt man ein Blatt der Haselwurz zwischen den Fingern verströmt es einen scharfen, die Nase reizenden Geruch.

Das Scharbockskraut ist eine wunderbare Begleitung in den Frühling. Es wirkt blutreinigend, verhilft bei Frühlingsmüdigkeit und schenkt uns ausreichend heimisches Vitamin C. Auch als Frühlingsskur geeignet.

Optisch sind es die herzförmigen oder auch nierenförmigen Blätter, die die Frühlingspflanze ausmachen. Sie sehen auch aus wie Mini Seerosenblätter. Sie werden 10-20cm hoch. Grundsätzlich treten sie als Gesamtbild eines grünen Teppichs auf. Die Blätter sind fettig glänzend, haben einen gekerbten Blattrand,man sieht Nervenstränge auf den Blättern. Es werden jährlich 1 bis 2 cm lange, feigwarzen-ähnliche Wurzelknollen als Stärkespeicher gebildet. Die Erneuerungsknospen bilden sich an dem dicht unter der Oberfläche liegenden Rhizom.

Die goldgelben sternenförmigen Blüten strahlen besonders schön. Es bilden sich dann Bulbillen, das sind weiße, etwa getreidekorngroße Brutknöllchen, die aus gehemmten Seitentrieben vor allem in den Achseln der unteren Blätter entstehen, später zu Boden fallen, woraus neue Pflanzen entstehen.

Hauptinhaltsstoffe sind: Gerbstoffe, Ranunculin, Saponine, Vitamin C, Anemonin, Protoanemonin

Eine Tagesdosis Scharbockskraut enthält ca. 3* so viel Vitamin C wie eine Zitrone.

Aus vergangenen Zeiten ist überliefert, das Bettler sich öfters mit dem scharfen Saft des Scharbockskrauts, der Knöllchen einrieben. Der scharfe Saft führte zu Hautreizungen mit Blasenbildung. Die Bettler vergangener Zeiten nutzten diese Eigenschaft, um bei der Bevölkerung Mitleid zu erregen und diese zu Gaben zu bewegen. Der Pflanze trug es den Namen Bettlerkraut oder Blasenkraut ein.

Geschichten aus der Vergangenheit berichten immer wieder vom „himmlischen Manna“, Himmelsgerste, auch Himmelsbrot genannt, die Menschen nach starken Regenfällen oder Überschwemmungen auf der Erde fanden. Oftmals vernichteten Starkregen und Überschwemmungen die gesamte Ernte. Den Menschen drohte eine Hungersnot. So sammelten sie den „Kartoffelregen“ ein und aßen die kleinen Knollen. Chroniken berichten, dass im 19.Jahrhundert in Dittmannsdorf/Neisse „Getreide“ vom Himmel fiel. Der Botaniker Professor Goeppert untersuchte die kleinen Knollen und fand heraus, dass es sich um ausgeschwemmte Scharbockskraut-Brutknospen handelte.

Die Wurzelknöllchen wurden früher in solchen Notsituationen getrocknet und zu Mehl verarbeitet.

Das Scharbockskraut und die Sinne

Das Scharbockskraut verfeinert durch den leicht säuerlichen, auch leicht pfeffrigen Geschmack primär die Frühlingsküche. (Wenn es bitter und scharf wird, ungenießbar)

Es kann in der klassischen Gründonnerstagssuppe Verwendung finden, wobei neun Wildkräuter ausgewählt werden, die kurz vor Ostern schon wachsen.

Die Vielfalt ist groß an Rezepten für Kräuterquarks, in Salaten, in Kräuterbutter, im Pesto oder im Kräuterpüree. Ob das Scharbockskraut alleinig verwendet wird oder in Kombination mit anderen Wild-und Gewürzkräutern ist Geschmackssache.

Ein schönes Rezept ist Tomate Mozzarella mit Scharbockskraut. Tomaten und Mozzarella in Scheiben schneiden, die Scharbocksblätter darauf legen, mit einem guten Olivenöl, etwas Balsamico, etwas Salz und Pfeffer würzen. Wer mag, kann das Ganze auch noch mit etwas geriebenen Parmesan verfeinern.

Smoothie-Frühlingskur:

1 handvoll Giersch, 1 kleine Handvoll Brennnessel & Scharbockskrautblätter, halbe Avocado, 3 Endivienblätter, 0,25 Liter Wasser, 1 Handvoll crushed ice

Du kannst auch mit Ananasssaft oder naturtrübem Apfelsaft das Wasser ersetzen oder noch ein kleines Stückchen Banane dazugeben.

Lecker!

Für das Auge kann durchaus auch mit den hübschen Blüten des Scharbockskrauts dekoriert werden. Speisen können so kunstvoll gestaltet werden, wohlwissend, daß die Blüten nicht zum Verzehr geeignet sind.

Um das Scharbockskraut auf der Haut zu fühlen, kann ein erfrischendes Gesichtswasser hergestellt werden. Auch in der Kosmetikbranche gibt’s das ein oder andere Produkt mit Scharbockskraut. Es kann bei Hautunreinheiten helfen.

Es kann ein Tee aus Kamillenblüten und Scharbockskraut (2-3 TL auf 250ml Wasser) hergestellt werden. Dies, nachdem der Tee abgekühlt ist, für eine Ganzkörperwaschung, ein Sitzbad (bei Hämorrhoiden), für Umschläge oder die Gesichtspflege anzuwenden, ist was ganz Feines. Alternativ kann der Tee natürlich auch warm getrunken werden.

Eine Salbe aus Scharbockskraut kann hergestellt werden, indem vorerst die Blätter in einem guten Trägeröl, an einem sonnigen Plätzchen, über 4 Wochen eingelegt werden. Sammel die Blätter an einem ebenso sonnigen und trockenen Tag. Dann wird das Ölmazerat mit Bienenwachs kurz erwärmt, nicht gekocht! Es kann gut bei Hämorrhoiden eingesetzt werden, es kann den Druckschmerz auch lindern.

30ml Öl & 10g Bienenwachs

Trägeröle: Olivenöl, Jojobaöl, Sonnenblumenöl, Mandelöl, Avocadokernöl, Traubenkernöl z. B.

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Scharbockskraut riechen in einer Räucherung

Das Scharbockskraut passt treffsicher zur Tages- und Nachtgleiche, zu Ostara und auch zur christlichen Komponente, dem Osterfest. Scharbockskraut wird beschrieben als das Kraut, was uns unseren Zielen und Wünschen tatkräftig näher bringt.

Scharbockskraut hat für mich alleinig einen zu krautigen stechenden Geruch beim Verrräuchern. Deswegen habe ich es mit weiteren Frühlingsboten wie dem Veilchen, dem Huflattich und der Schlüsselblume vermischt. Nur ein Hauch Weihrauch oder Copal gibt der Mischung noch eine besondere reinigende Komponente.

Scharbockskraut getrocknet

Räuchermischung mit Veilchen, Scharbockskraut, Schlüsselblume & Huflattich zu Ostara

Blütenessenz: Ein weiterer schöner Prozeß ist, die Blätter des Scharbockskrauts an einem Sonnentag in gutem Wasser, z.B. Quellwasser für 2-4 Stunden der Sonne auszusetzen. Die Blütenessenzherstellung hat was Rituelles, genauso solltest Du an sie herangehen. Da das Wasser nicht lange haltbar ist, kannst Du es im Anschluß auch mit Alkohol mischen. Nach dem “Sonnenbad” werden die Pflanzenstoffe abgefiltert und die gleiche Menge Alkohol-Wodka, Grappa, Weinbrand z.B. zugegeben. Diese in ein dunkles Glas abfüllen und jeden Tag ein paar Tropfen einnehmen. Es gilt, eher die feinstofflichen Schwingungen der Pflanze aufzunehmen, wenn man daran glaubt. Blütenessenzen sind vergleichbar mit dem, was Edward Bach als Bachblüten schon vor langer Zeit hergestellt hat.

Die Blütenessenz des Scharbockskrauts kann helfen alte Muster zu überwinden und neue kreative Wege zu sehen und zu gehen, wobei aber die Realität durchaus nicht aus den Augen verloren wird.

Das Scharbockskraut kann auch als Bodendecker im Garten angesiedelt werden. Es mag auch schattige Plätze, wobei die Chance besteht, noch etwas länger die grüne Zeit der Herzensblätter zu genießen. Es gibt mittlerweile auch Züchtungen des Scharbockskraut, die mehr zur Zierde im Gartenbereich eingesetzt werden. Ich finde es wundervoll, wenn Wildpflanzen auch im Garten eine Lebensberechtigung bekommen, sie vermehrt werden und man auch selbstsicher in der Bestimmung einer Pflanze sein kann. Ein guter Standort im eigenen Garten ist eine Garantie für eine gute Ernte und die genussvollen Aspekte einer Wildpflanze.

Insofern ist das Scharbockskraut ein wundervolles nährendes Frühlingsgeschenk der Erde. Es vertreibt die Wintergeister, nährt und spendet die lichte Kraft der Sonne und hat somit auch die Fähigkeit, Altes hinter sich zu lassen und Neuem zu begegnen.

“Gelb schien unterm Strauchgehege zu mir her das Scharbockskraut”

Aus dem Gedicht Frühmärz – Jürgen Feger

Die Inhalte dienen aussschließlich dem Informationszweck und können nicht den Besuch beim Arzt/Ärztin ersetzen, die für eine professionelle Beratung oder Behandlung ausgebildet sind. Besonders wenn Sie Medikamente nehmen ist der Einsatz von Heilpflanzen vorher ärztlich abzuklären.

erstellt von Jasmin Dziemba